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STUTTGART – Der VfB Stuttgart gewinnt das Fern- und Nervenduell in der letzten Bundesliga-Runde gegen Verfolger Schalke. Dank einem Sieg gegen Cottbus sind die Schwaben erstmals seit 1992 Meister.

Mit zwei Punkten Vorsprung und der besseren Tordifferenz startete Stuttgart ins Saisonfinale. Doch Schalkes Hoffnungen auf einen Patzer des VfB gegen Cottbus, immerhin Partnerstadt von Gelsenkirchen, waren durchaus berechtigt. Nach 16 Minuten führte Schalke gegen Bielefeld nach Toren von Lincoln und Halil Altinop bereits 2:0, während Cottbus durch Radu beim VfB 1:0 vorne lag!
Doch Hitzlspergers Gewaltsschuss in die linke Ecke zum Ausgleich in der 27. Minute liess den Stuttgarter Anhang erstmals jubeln und brachte den VfB, bei dem Streller bis zur 52. Minute und Magnin durchspielte, wieder an die Spitze. Schalke fehlten zu diesem Zweipunkt zwei Tore, um die Schale zu holen.
Zum Stuttgarter Matchwinner avancierte schliesslich Sami Khedira, der in der 63. Minute mit dem 2:1 den fünften Titelgewinn der Schwaben nach 1950, 1952, 1984 und 1992 klar machte. Den Schalkern, die in der letzten Minute noch Bielefelds Anschlusstreffer zum 1:2 kassierten, bleibt als Tabellenzweite nur die direkte Champions-League-Teilnahme.
Was war das für ein geiles Spiel in Bochum? Wir liegen zurück, gleichen aus, geraten erneut in Rückstand – drehen das Ding dann noch zum 3:2-Sieg. Ein Spieltag vor Saisonschluss sind wir mit dem VfB jetzt Tabellenführer, weil die anderen gepatzt haben. Zwei Punkte Vorsprung sind es nun, fast alle rufen bereits den VfB als neuen Deutschen Meister aus, weil wir nach sieben Siegen in Folge jetzt auch gegen Cottbus den letzten Schritt machen werden.
Das Stadion in Stuttgart: ausverkauft. Die Stimmung: überragend. Das Ergebnis im so wichtigen Spiel gegen Mainz: optimal. Mit unserem 2:0-Heimsieg vom vergangenen Samstag bleibt das Titelrennen um die deutsche Meisterschaft ein spannender Dreikampf. Und wir haben mit dem VfB so richtig gute Karten. Zwei Spiele vor Saisonschluss nur ein Punkt Abstand zur Tabellenspitze – wenn wir uns jetzt keine Patzer mehr leisten, dann …
Und jetzt, da die Saison sich dem Ende nähert, da geht es für uns jetzt aber mal so richtig los: Nach dem Patzer von Schalke, dem Ausrutscher von Bremen und unserem hauchdünnen 1:0-Sieg in Gladbach ist die aktuelle Bundesliga-Tabelle derzeit meine Lieblingslektüre. Der VfB Stuttgart ist auf Platz zwei, nur einen Punkt hinter dem Spitzenreiter, ein Punkt Abstand auf den Dritten – und acht Punkte trennen uns vom Vierten. Das ist eine Situation, die absolut genial ist. Wir sind das Team der Stunde, wir mischen drei Spieltage vor Schluss um Kampf um den Titel mit, wir sind im Pokalfinale – wir sind …. ja, wir sind einfach saugut drauf und jeder von uns weiß, dass es von nun an nur noch eines gibt: totaler Fokus aufs nächste Spiel.
Es war nur ein Kurzeinsatz für mich beim Spiel des VfB Stuttgart gegen die Bayern – aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis, dieser nie gefährdete 2:0-Heimsieg. Ausverkauftes Stadion, prima Stimmung, souveräne Teamleistung, zwei Tore von Cacau: Da haderst du nicht mit deiner Rolle als Reservist, sondern fieberst mit den Jungs, freust dich über den Spielverlauf, bist wie all die anderen elektrisiert vom Hier und Jetzt. Am Schluss dann: nur noch Freude, Stolz, Genugtuung. Wir haben die Bayern auf Distanz gehalten, wir haben den dritten Tabellenplatz zementiert, wir sind immer noch im Rennen um den Titel dabei – ganz ehrlich: Wer hätte uns zu Beginn denn solch eine grandiose Saison zugetraut?| ‹ › ‹ › |